Europa mitgestalten statt nur zuschauen: Darum ging es im Erasmus+-Projekt „Youth Voice in the Secure Europe“. Junge Menschen aus Deutschland, Tschechien, Italien, Polen, Spanien und Portugal beschäftigten sich mit europäischer Politik und der Frage, wie sie selbst Einfluss nehmen können.
TABANA war als deutsche Partnerorganisation dabei. Zwei internationale Mobilitäten führten die Teilnehmenden nach Otrokovice in Tschechien und Alviano in Italien. Die Themen reichten von demokratischer Mitbestimmung bis zu digitaler Sicherheit und dem Umgang mit Desinformation. Dabei blieb es nicht bei Theorie: Gefragt waren eigene Standpunkte, Teamarbeit und die Bereitschaft, andere Perspektiven zu verstehen.
Otrokovice, Tschechien: Verstehen, diskutieren, Position beziehen
Vom 22. bis 30. Juni 2026 trafen sich die Teilnehmenden zum internationalen Jugendtraining in Otrokovice.
Wie arbeiten die europäischen Institutionen zusammen? Wie entstehen politische Entscheidungen? Und wie lassen sich demokratische Prozesse schützen? In Workshops und Diskussionen setzten sich die jungen Menschen mit diesen Fragen auseinander und brachten Erfahrungen aus ihren Ländern ein.
Sie übten, überzeugend zu argumentieren, Positionen zu hinterfragen und gemeinsame Lösungen auszuhandeln. So bereiteten sie sich auf die nächste Projektphase vor: eine Simulation europäischer Entscheidungsprozesse in Italien.
Zum internationalen Lernen gehörte auch der kulturelle Austausch. Beim interkulturellen Abend lernten die Teilnehmenden die Länder und Traditionen der anderen kennen. Gespräche über den Alltag machten Unterschiede sichtbar – und zeigten, wie vieles junge Menschen über Ländergrenzen hinweg verbindet.
Für TABANA nahmen Eric Lerchner, Liviu Botez, Moritz Rochner, Petar Naseski und Ricards Jansons teil.
















Alviano, Italien: Selbst am Verhandlungstisch
Vom 31. August bis 7. September 2026 wurde das Projekt in Alviano fortgesetzt. Jetzt ging es darum, das Gelernte praktisch anzuwenden.
In einer Simulation schlüpften die Teilnehmenden in Rollen des Europäischen Parlaments, der Kommission und des Rates. Sie diskutierten Vorschläge, vertraten unterschiedliche Interessen und suchten nach Kompromissen. Dabei wurde europäische Politik greifbar: Gute Argumente allein reichen nicht immer aus – auch Zuhören, Verhandlungsgeschick und Zusammenarbeit sind entscheidend.
Zum Programm gehörten außerdem ein Austausch mit dem Rathaus von Attigliano und die Arbeit an einem gemeinsamen Positionspapier zur europäischen Sicherheitspolitik. Hier konnten die jungen Menschen ihre Anliegen formulieren und eigene Vorschläge einbringen.
Für TABANA waren Eric Lerchner, Liviu Botez, Petar Naseski, Ricards Jansons und Daniel Grituc dabei.














Mehr Wissen. Mehr Zutrauen. Eine eigene Stimme.
Die beiden Begegnungen verbanden politische Bildung mit persönlichen Erfahrungen in einer internationalen Gruppe. Die Teilnehmenden konnten neue Perspektiven kennenlernen, ihre Kommunikationsfähigkeiten stärken und erproben, wie demokratische Mitgestaltung funktioniert.
Die zentrale Botschaft: Junge Menschen müssen nicht warten, bis andere für sie sprechen. Ihre Fragen, Ideen und Standpunkte gehören in die Diskussion über Europas Zukunft.