AIwareness

AIwareness ist ein Erasmus+ Projekt der Leitaktion 2 – kleinere Partnerschaft, das sich mit den wachsenden Risiken von Künstlicher Intelligenz, Social Engineering und Datendiebstahl beschäftigt. Ziel ist es, junge Menschen für digitale Gefahren zu sensibilisieren und ihre Online-Sicherheit zu stärken.

Das Projekt wird von der InterLink Initiative aus Helsinki, Finnland geleitet. TABANA e. V. aus Bad Neustadt, Deutschland, sowie Info Front aus Prilep, Nordmazedonien sind als Partnerorganisationen an der Umsetzung beteiligt.

Das Projekt verbessert die Qualität der Jugendarbeit, indem Jugendarbeiter:innen praxisnahe Methoden und Werkzeuge erhalten, um Themen wie KI-Sicherheit, Datenschutz, digitale Fußabdrücke und Cyberrisiken verständlich zu vermitteln. Dabei wird eine neue non-formale Methodik entwickelt, die junge Menschen dabei unterstützt, Manipulation zu erkennen und ihre persönlichen Daten besser zu schützen.

Im Rahmen des Projekts werden Methoden und Werkzeuge für die Jugendarbeit gesammelt, strukturiert und weiterentwickelt, um die digitale Kompetenz, das Bewusstsein für KI und die Online-Sicherheit junger Menschen zu stärken.

Ein zentrales Ergebnis ist ein E-Toolkit für Jugendarbeiter:innen mit praxisnahen step-by-step Anleitungen für Präsenz- und Onlineformate, das ihre Moderations- und Vermittlungskompetenzen stärkt.

Im Rahmen des Projekts findet ein Trainingskurs für Jugendarbeiter:innen statt, der von Info Front – Prilep geleitet wird und sich auf die Vermittlung neuer Methoden und Ansätze zu digitaler Sicherheit, KI-Bewusstsein und Online-Schutz in der Jugendarbeit sowie im Alltag junger Menschen konzentriert.

InterLink Initiative hat die initiale Forschungsphase des Projekts erfolgreich durchgeführt. Dabei wurden Forschungsfragebögen und Umfragen entwickelt, Teilnehmende gewonnen und Forschungssessions organisiert.

Die Analyse bestehender Methoden und digitaler Werkzeuge zu Online-Sicherheit und KI-Nutzung in der Jugendarbeit bildete die Grundlage für die weitere Projektentwicklung. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen direkt in die Ausarbeitung der Projektmethodik und der weiteren Projektergebnisse ein.

Über die Projekttreffen

Im Rahmen des AIwareness-Projekts fanden drei internationale Projekttreffen statt, bei denen die Partnerorganisationen gemeinsam an der Entwicklung der Projektmethodologie, der inhaltlichen Ausrichtung sowie der finalen Ergebnisse gearbeitet haben. Jedes Treffen umfasste zwei intensive Arbeitstage und bot Raum für Austausch, Planung und strategische Entscheidungen. Von der ersten Konzeptphase bis zur finalen Abstimmung der Projektergebnisse wurde der Fortschritt des Projekts kontinuierlich gemeinsam gestaltet..

Transnationales Projekttreffen 1 – Helsinki, Finnland

06.06. – 07.06.2025 | 2 Arbeitstage

Das erste Projekttreffen in Helsinki markierte den offiziellen Start des AIwareness-Projekts. Während der zwei Arbeitstage wurden die Projektziele, Rollenverteilungen und Arbeitsstrukturen definiert sowie die Grundlage für eine enge internationale Zusammenarbeit gelegt. Die Partner tauschten ihre Erfahrungen im Bereich digitale Jugendarbeit aus und planten die nächsten Schritte, einschließlich der Forschungsphase und der Entwicklung erster methodischer Ansätze.

Teilnehmende von TABANA e. V. waren Andrej Dzopa und Marina Marinoska

Transnationales Projekttreffen 2 – Prilep, Nordmazedonien

30.07. – 31.07.2025 | 2 Arbeitstage

Beim zweiten Treffen in Prilep lag der Fokus auf der inhaltlichen Vertiefung des Projekts. Die Partnerorganisationen analysierten die bisherigen Forschungsergebnisse, arbeiteten an der Weiterentwicklung der non-formalen Methodologie und stimmten zentrale Aufgaben für die nächste Projektphase ab. Gleichzeitig wurden organisatorische Aspekte für den Trainingskurs vorbereitet und wichtige Meilensteine für die Abschlussphase definiert.

Teilnehmende von TABANA e. V. waren Andrej Dzopa und Milan Dzopa

Transnationales Projekttreffen 3 – Bad Neustadt a. d. Saale, Germany

31.01. – 01.02.2026 | 2 Arbeitstage

Das dritte Projekttreffen in Bad Neustadt an der Saale bildete den finalen Meilenstein der gemeinsamen Zusammenarbeit. Während der zwei Arbeitstage wurde die finale Draft-Version der Methodologie überprüft und bestätigt. Zudem wurden die Termine für den Trainingskurs finalisiert, die Details zur Testung der entwickelten Methoden abgestimmt und Strategien zur Verbreitung und nachhaltigen Nutzung der Projektergebnisse vereinbart.

Teilnehmende von TABANA e. V. waren Marina Marinoska und Agenza Djopa

Training Course in Prilep,Nordmazedonien

Im Rahmen des Erasmus+ Projekts AIwareness fand in Prilep, Nordmazedonien, ein fünftägiger internationaler Training Course für Jugendbetreuer:innen, Trainer:innen, Pädagog:innen und Facilitator:innen aus Deutschland, Finnland und Nordmazedonien statt. Insgesamt wurden 12 Fachkräfte aus der Jugendarbeit im praktischen Einsatz der im Projekt entwickelten Methoden und digitalen Tools geschult. 

Im Mittelpunkt standen die Themen Online-Sicherheit, künstliche Intelligenz, digitale Fußabdrücke, sichere Online-Navigation sowie der verantwortungsvolle Einsatz digitaler Tools in der Jugendarbeit. Neben fachlichen Inputs arbeiteten die Teilnehmenden mit praktischen Übungen, Simulationen und non-formalen Lernmethoden und beschäftigten sich damit, wie Workshops für junge Menschen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen und bildungsbezogenen Hintergründen gestaltet werden können. 

Ein wichtiger Bestandteil des Trainings war die eigene Entwicklung und Durchführung von Workshops. Die Teilnehmenden erstellten Sessions zu Online- und KI-Sicherheit, erprobten verschiedene Facilitation-Techniken und erhielten anschließend Feedback von anderen Teilnehmenden und Trainer:innen. Dadurch konnten sie sowohl ihre digitalen Kompetenzen als auch ihre Methoden- und Moderationskompetenzen weiterentwickeln. 

Der Training Course wurde von Youth Association Info Front – Prilep geleitet und bot gleichzeitig Raum für internationalen Erfahrungsaustausch, Peer Learning und die Vernetzung von Fachkräften aus den drei Partnerländern. Die gewonnenen Erfahrungen und getesteten Methoden flossen anschließend in die weiteren Ergebnisse des Projekts und das AIwareness E-Toolkit ein. 

Projektergebnisse

Forschungs- und Analysebericht zu Methoden und Tools für Online-Sicherheit

Die AIwareness Forschung bildete die Grundlage für die Entwicklung der Methodologie und untersuchte den aktuellen Wissensstand und die Bedürfnisse junger Menschen im Bereich Online-Sicherheit, KI und digitale Risiken in Finnland, Deutschland und Nordmazedonien. Die Forschung kombinierte Desk Research mit Feldforschung und einer gemeinsamen Online-Befragung, an der 53 junge Menschen aus den drei Partnerländern teilnahmen. Die Ergebnisse zeigten unter anderem deutliche Unterschiede beim Zugang zu Online-Sicherheitsbildung sowie einen Bedarf an praktischen, leicht einsetzbaren Methoden für Jugendbetreuer:innen und junge Menschen.

E-Toolkit – Praxismethoden für Online-Sicherheit, KI und digitale Kompetenz

Das AIwareness E-Toolkit bietet praxisnahe Methoden für Jugendbetreuer:innen, Trainer:innen, Pädagog:innen und Lehrkräfte zu Themen wie Online-Sicherheit, künstliche Intelligenz, digitale Fußabdrücke, Social Engineering und sichere Online-Navigation. Die Aktivitäten basieren auf non-formaler Bildung und nutzen unter anderem Learning by Doing, Rollenspiele, projektbasiertes Lernen, Personal Learning Environments sowie digitale und interaktive Tools. Das E-Toolkit ist in Base Methods, Intermediate Methods und Additional Methods gegliedert und kann flexibel an unterschiedliche Zielgruppen, Lernumgebungen und lokale Kontexte angepasst werden.

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